Gebärmutterhalskrebs durch wichtige Früherkennung verhindern

attention-303861_1280Jede Frau ab 20 Jahren kann in Deutschland 1 Mal im Jahr zu einer Vorsorge-Untersuchung zum Frauenarzt gehen. Diese Krebsfrüherkennung ist kostenlos für die Patientinnen. Die Chancen einer Erkennung von Krebsvorstufen ist groß. Diese können dann behandelt werden, bevor ein Krebs entsteht.

Was ist Gebärmutterhalskrebsvorsorge und -Früherkennung?

Vorsorge ist, wenn man Vorstufen zum Krebs erkennt und diese entfernt. Früherkennung ist, wenn sich bereits ein kleiner Tumor gebildet hat. Dies ist die Zeit einer für die meisten Betroffenen erfolgreichen Behandlung. Die Untersuchung wird allen Frauen ab dem 20. Geburtstag ohne Kosten von den gesetzlichen Krankenkassen angeboten. Der PAP-Test ist der wichtigste Teil dieser Untersuchung. Schleimhautzellen werden an Muttermund und Gebärmutterhals abgestrichen. Unter dem Mikroskop wird im Abstrich ersichtlich, ob die Zellen gesund sind oder nicht. Die Befunde werden eingeteilt in mehrere Kategorien. Hiervon hängen weitere Untersuchungen oder Behandlungen ab.

Neueste Kenntnisse
Der Krebs des Gebärmutterhalses wird durch eine HPV-Infektion ausgelöst durch bestimmte humane Papilomviren. Zur Früherkennung gehört dieser Test noch nicht. Er wird erst bei unklaren oder auffälligen Untersuchungsbefunden eingesetzt. Bei akuten Beschwerden sollten die Patienten gleich ihre Gynäkologin oder ihren Frauenarzt aufsuchen. Solche Beschwerden sind Schmierblutungen und Blutungen ohne Menstrutation, Ausfluss aus der Scheide und Unterleibschmerzen. Oft sind der Auslöser Entzündungen oder hormonelle Probleme. Trotzdem sollten diese Beschwerden zeitnah untersucht werden.

Auch nach einer Gebärmutteroperation bleibt Früherkennung wichtig
Weitere sinnvolle Krebsfrüherkennung hängt von der Operation ab. Bei einer Teilentfernung ändert sich für die Patientin nichts. Die Patientin sollte 1 Mal im Jahr die kostenlose Untersuchung wahrnehmen. Das Gleiche gilt für Frauen mit Total-Operation wenn vorher Krebsvorstufen oder Krebs am Gebärmutterhals festgestellt worden war. Wenn die Krebszellen sich auf die Scheide übertragen haben, kann dies zu einem Vaginalkarzinom führen. Ob nach OP weitere Vorsorgeuntersuchungen angeraten sind, muss mit dem Frauenarzt abgeklärt werden.

Viren sind die Auslöser
Auch nach Impfung gegen Krebs am Gebärmutterhals soll eine Früherkennung gemacht werden. Besonders wenn der erste Geschlechtsverkehr vor der ersten Impfung stattgefunden hat. Durch die Untersuchungen haben sich die Krebserkrankungen am Gebärmutterhals mehr als halbiert. Regelmäßige Kontrollen gewährleisten einen stets genaueren Befund. Dies wird in etwa vier Untersuchungen im Abstand von einem Jahr erreicht. Ein Abstrich ist ohne Schmerzen für die Patientin und belastet kaum.